CSF
Capsize-Screening-Formel
Die Capsize-Screening-Formel (CSF) ist ein schneller Beam-zu-Deplacement-Check aus der USYRU-Arbeit nach dem Fastnet-Sturm 1979. Niedrigeres CSF beguenstigt schwerere, schmalere Form. FairHelm-Urteil: CSF unter 2 ist Gespraechseinstieg, keine Zertifizierung.
Formel
CSF = Beam_ft / (Displacement_lb / 64)^(1/3)
Breite in Fuss. Deplacement in Pfund.
Geschichte
Nach Fastnet 1979 suchten US-Forscher einfache Screens fuer Kenteranfälligkeit. CSF landete in der Yachtliteratur und auf Formel-Seiten. Es war nie ein Class- oder ISO-Zertifikat.
Faustregel
CSF unter 2,0 wird oft fuer offshore-orientierte Monohulls genannt. Darueber ist bei breiten Kuestenkreuzern ueblich. Ein Boot nicht allein wegen 2,05 verwerfen.
Grenzen
CSF ignoriert Ballastlage, Freibord und dynamische Stabilitaet. Moderne breite Kreuzer koennen schlecht scoren und trotzdem starke Formstabilitaet haben. Falsches Deplacement zerstoert die Zahl.
Bootsbeispiele
- Hallberg-Rassy 36
Klassische Scandic-Proportionen screenen oft guenstiger als breite Charterruempfe.
- Linjett 40
Beam und Deplacement genau pruefen; kleine Fehler schieben CSF ueber 2,0.
- Beneteau First 31.7
Sportlichere Breite kann CSF erhoehen; als Designwahl lesen, dann Reffen und Crew.
FAQ
- Ist CSF unter 2,0 gesetzlich Pflicht?
- Nein. Es ist eine Heuristik aus der Post-Fastnet-Literatur, keine Flaggen- oder Class-Regel.
- Warum Fastnet 1979?
- Die Ungluecke trieben Stabilitaetsforschung. CSF ist ein popularisiertes Ergebnis, nicht die einzige Lehre.
- Gilt CSF fuer Katamarane?
- Die klassische CSF ist fuer Monohulls. Multihulls brauchen andere Werkzeuge.