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Hallberg-Rassy

HR 36

Zuletzt geprüft: · Vadim Nareyko

Hallberg-Rassy HR 36 — 10.87m cruising sailing yacht
Ronnie Robertson / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Geöltes Teak, der bekannte Name Hallberg-Rassy HR 36, ein neuerer Plotter - und man will schon glauben, das Boot sei für den Juli bereit. Bis man zwei Inserate mit demselben Schild nebeneinander legt: achtern auf den Fotos wirken sie wie verschiedene Boote, obwohl die Überschrift dasselbe sagt. Unter einem Namen auf dem Gebrauchtmarkt leben oft zwei unterschiedliche Spiegel-Leben.

Das ist keine neue Geschwindigkeitsklasse und keine fremde Werft. Der Unterschied liegt im Einsteigen, in der Badeplattform und in der Luft der Achterkabine. Leicht zu übersehen, wenn man nur Marke und Längenangabe betrachtet.

Die späte Serie (Mark II, Rümpfe 257-602, 1994-2003): achtern eine breite Badeplattform, Rumpf etwa 11,31 m. Die frühe Serie (Mark I, Rümpfe 1-256, 1989-1994): Spiegel schmaler, ohne Plattform, Rumpf etwa 10,87 m. Eine Familie von Germán Frers mit einem echten Schritt bei Spiegel und Volumen der Achterkabine.

Wer vom Mittelmeer-Charter kommt, erwartet oft einen Sugar-Scoop-Spiegel als Normalfall. Bei dieser Klasse ist das eine Bauentscheidung, kein Häkchen beim Makler. Die Entscheidung zeigt sich wieder, wenn man Winterpersenning und Einstiegsstufen kalkuliert. Sie zeigt sich auch, wenn Gäste bei Regen mit Einkaufstüten an Bord steigen. Nichts davon steht in einer LOA-Zeile. Es zeigt sich darin, wie man das Boot Woche für Woche nutzt.

Hallberg-Rassy baute diesen Kreuzer mit Mittelcockpit in Schweden von 1989 bis 2003: 602 Rümpfe. Leer etwa 7,5 t. Breite 3,55 m. Der übliche Kiel steht auf 1,70 m. Der Boden ist mäßig gerundet: bei frischem Wind stampft der Bug weniger als bei einem hart geschärften Küstenboot gleicher Länge. Paare an Ostsee und Nordsee halten die Klasse, wenn sie ein geschütztes Cockpit mittschiffs brauchen. Die zusätzlichen Zentimeter und die Plattform sind Einsteigen und Kabine, keine neue Geschwindigkeitsklasse.

Die lebendige Wahl liegt fast immer zwischen einem Boot mit Wartungsunterlagen und aufgeschobenem Reparaturstau. Viele dieser HR 36 hängen auf Blocket (große schwedische Kleinanzeigenbörse: gewöhnliche Privatverkaufsseite mit starkem Bootsbereich) und auf ähnlichen nördlichen Börsen wie Scanboat. Dort sieht man häufig zwei Karten mit demselben Namen: auf beiden geöltes Teak, und im Ordner keine Rechnungen für die Mastenwanten. Frischer Lack oder ein neuer Plotter schließen weder unbekanntes Wantalter noch Feuchte an den Decksbeschlägen. Ein Inserat wirkt juli-fertig; das andere derselben Rumpffamilie zeigt auf den Fotos schon einen Winter unerledigter Arbeit, wenn man weiß, wohin man schaut. Deshalb zählen Ordner und Slip-Fotos mehr als der Glanz des Teaks.

Wenn das Boot auf dem Trockenen steht, schauen Sie zuerst auf das Teak unter den Füßen: eine weiche Leiste und rostiger Beschlag sprechen oft früher von Feuchte als frisches Öl im Motor. Bei Rümpfen dieser Jahre kommt das häufig vor; eine weiche Leiste heißt noch nicht, dass genau dieses Boot vom Foto schon „schlecht“ ist. Wenn zwei ähnliche Inserate um Zehntausende Euro auseinanderliegen, entscheiden fast immer Zustand, Überwinterung und Rechnungen - nicht das Baujahr in der Überschrift.

Wenn Sie samstags zwei Ordner vergleichen, beginnen Sie mit Spiegel-Fotos und Rumpfnummer, bevor Sie über den Preis streiten.

Das ist ein ruhiger Küstenkreuzer für zwei auf kurzen Törns, kein Ozeanrennen. Im Herbst wirkt ein niedriger Preis wie ein Sieg, bis man Winter, Liegeplatz und die Wanten oder das Deck zusammenrechnet, die ohnehin repariert werden müssen. Für ein Jahr in Schweden und an der Ostsee liegen üblich etwa 7.200-18.000 EUR (rund 80.000-200.000 SEK): Liegeplatz, Versicherung, Winter und Reserve für Deck und Wanten; Einzelposten in der Tabelle unten. Ein etwas teureres Boot mit bereits vorhandenen Überwinterungsrechnungen macht nach zwei Saisons oft den günstigeren Dreisaison-Besitz als das „glückliche“ Herbstlos ohne Ordner.

Der genaue Zustand von Deck, Wanten und Überwinterung bleibt unbekannt, bis das Boot an Land geöffnet ist. Ohne Verkäuferordner ist auch unbekannt, welche Saisons das Boot nass unter weicher Persenning stand und ob Teakbeschläge in Chargen oder Stück für Stück gewechselt wurden.

Auf einen Blick

Kurzdaten

Produktion
1989–2003
Länge (LOA)
10.87 m
Breite
3.55 m
Modell
HR 36

Wichtigste Punkte

  • Am besten für: Ost- und Nordsee-Paare mit Frers-HR-Mittelcockpit (Mk I/II, 1989–2003, 602 Rümpfe)
  • Häufiges Thema: Teakschrauben-Korrosion und Feuchte an Kettenplatten an Land
  • Typischer Preis: siehe FairHelm Market Index; tiefe nordische Liquidität bei Rechnungen

Technische Daten

Länge über alles (LOA)
10.87 m
Breite
3.55 m
Baujahr
1989–2003

Designgeschichte

Hallberg-Rassy brachte die HR 36 mit Germán Frers, als die Werft die Linie der Eigentümer-Kreuzer mit Mittelcockpit erweiterte. Produktion 1989-2003, 602 Rümpfe laut Seite der früheren Modelle der Werft (Abruf 2026-08-29).

Das späte Heck verändert den Alltag stärker als die Längenzeile im Inserat. Von der Plattform steigt man leichter in das Beiboot und spült den Anker ab, und in der Achterkabine entsteht das Gefühl von „noch einem halben Meter Luft" am Kopfende - obwohl Kiel, Ruder, Mast und Unterwasserschiff laut Werftdaten dieselben bleiben und die Wasserlinie in Ruhe sich nicht verschob. Das frühe Heck ist schmaler: weniger Theater am Spiegel, enger am Wasser beim Einsteigen. Die Serienwahl geht hier um Einsteigen und Kabine, nicht um eine andere Geschwindigkeitsklasse.

Typische Probleme

Käuferfragen

Reicht der Name HR 36 in der Inseratsüberschrift?

Nein. Schauen Sie, wie der Spiegel auf den Fotos gebaut ist und ob eine Rumpfnummer steht; einer Längenangabe allein nicht trauen. Länge in der Überschrift ist Marketing-Kürzel, kein Seriennachweis.

Bleibt Osmose-Risiko?

Osmose ist Feuchte, die Blasen unter der äußeren Kunststoffhaut hebt. Früher Gelcoat und nasse Winter ergeben weiterhin erhöhte Feuchte. Messen, nachdem das Boot aus dem Wasser und trocken gestanden hat, nicht direkt nach dem Waschen. Lokale nordische Reparatur liegt oft bei wenigen Tausend EUR; eine volle Barriere wächst mit der Trockenzeit.

Wie ernst sind Kettenplatten und Teak?

Kettenplatten sind die Metallteile, an denen die Wanten (Mastenhalte-Drähte) angreifen. Teak ist das Holzdeck über dem Kunststoff. Feuchte im Deckkern an diesen Platten und Korrosion der Werft-Teakbeschläge: die häufigsten Funde auf dem Trockenen bei Rümpfen 1989-2003. Weiches Deck und Innenflecken brauchen Handeln; lokalen Kernreparatur oder Beschlagkampagne vor Kosmetik einplanen.

Welche Lebensdauer für stehendes Gut einplanen?

Stehendes Gut sind die festen Mastdrähte. Praxis etwa 10-12 Jahre für Draht, sofortiger Tausch bei Rissen in Terminalbechern. Viele Clubboote haben keine Rechnungen; unbekanntes Alter ist Verhandlungspunkt, keine Überraschung nach Anzahlung.

Welche Diesel-Kühlprobleme treten auf?

Volvo-Pakete dieser Zeit sind meist zuverlässig, wenn Zink, Impeller (Pumpenflügelrad) und Abgasmischer gepflegt werden. Weißer Belag an Schläuchen und schwergängige Seeventile (Borddurchführungen) treten häufiger auf als Verschleiß durch hohe Stunden auf kurzen Ostsee-Saisons.

Was treibt die Jahreskosten stärker als das Emblem?

Zustand, Überwinterung und Rechnungen. Der nördliche Gebrauchtmarkt für HR 36 ist tief. Vergleichen Sie eine Najad 390, wenn Sie eine engere Auswahl bei ähnlichem Mittelcockpit wollen. Die Zahlen in der Kostentabelle unten sind Planungsband, kein Angebot Ihrer Marina.

Jährliche Eigentümerkosten

Posten Niedrig (EUR) Hoch (EUR) Hinweis
Liegeplatz ~2.200 ~4.500 ~11 m, Schweden/Ostsee, aus ~24.000-50.000 SEK
Versicherung ~1.100 ~2.300 Wert und Revier
Trockenliegen + Winter ~1.300 ~2.900 Paket je Region
Antifouling + Rumpf ~600 ~1.600 Material und Arbeit
Motor / Antrieb ~600 ~1.800 Volvo-Penta-Zyklen
Takelage-Reserve ~800 ~2.200 Alter stehendes Gut
Teak / Deck ~900 ~3.600 Werft-Teak und Beschläge
Plansumme / Jahr ~7.200 ~18.000 ~80.000-200.000 SEK, ohne große Refit-Jahre

Planungsband für Schweden / Ostsee in EUR (Kurs etwa 11 SEK/EUR). Häufig drin: Liegeplatz, Versicherung, Winter, gewöhnlicher Service, Reserve für Deck und Wanten. Häufig nicht: voller Teaktausch, große Osmose, großer Motor. Kein Angebot Ihrer Marina.

Checkliste vor dem Kauf

Was vor dem Kauf einer Hallberg-Rassy HR 36 fragen

Rumpf

  1. Nachdem das Boot aus dem Wasser und trocken gestanden hat: hat jemand Feuchte unter der Wasserlinie gemessen? Gibt es schriftliche Geschichte der alten Beschichtung?
  2. Bei Probefahrt: bleiben Kiel und Ruder unter Last ruhig?

Deck

  1. Ist das Teak im Cockpit weich? Beschläge rostig?
  2. Wo die Mastdrähte ins Deck gehen: ist der Kern nass?
  3. Flecken an der Kabinendecke unter den Relingsstützen?

Mast

  1. Gibt es Rechnungen für die festen Mastdrähte?
  2. Ist der Mastfuß im Rumpf rostfrei?

Motor

  1. Volvo-Kühlung dieser Jahre: Zink, Pumpenflügelrad, Abgasbogen. Was wurde wirklich gemacht?
  2. Gehen die Seeventile, wenn das Boot auf dem Trockenen steht?
  3. Ist Eigentümer-Elektrik abgesichert?

Expertenurteil

FairHelm-Bewertung: 8.6/10: Die HR 36 (Frers, 1989–2003, 602 Rümpfe, Mk I/II) bleibt Ostsee-Shortlist: Mittelcockpit und tiefes nordisches Angebot. Die Besichtigung kaufen, nicht das Emblem.

Vorteile
Bekanntes Frers-Verhalten, starke Liquidität auf Blocket und Scanboat, Werften die gängige HR-36-Teile noch kennen.
Nachteile
Teakschrauben-Korrosion, Feuchte an Kettenplatten und undokumentiertes stehendes Gut öffnen auf 1989–2003 oft teure Arbeitslisten.
Fur wen
Paare die eine bekannte Hallberg-Rassy für Ost- und Nordsee wollen und vor Kosmetik eine echte Landbesichtigung zahlen. Unbekannt: exakter Teak- und Terminalzustand bis zur Öffnung; Mark I vs II im Inserat klären.

Vadim Nareyko, FairHelm Editorial, Zuletzt geprüft: 2026-08-30

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  • Eignergeschichte

    Echte Eigentümererfahrung eines geprüften FairHelm-Mitglieds.

    Baltic owner★★★★★

    Three seasons on our HR 36 — the boat rewards documented rigging and honest chainplate surveys. We upgraded to a newer mainsail before our Gotland passage and kept the original Volvo until hour logs matched invoices.

  • Baltic owner★★★★★

    We crossed from Sweden to Denmark each season for eight years. The HR 36 tracks well reefed, heats quickly with the right insulation, and the centre cockpit feels secure when the kids are on deck.

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