Yacht-Lexikon
Eisenkiel
Ein Bolzen im Blei ist eingegossen. Im Eisenkiel wird er danach gebohrt und mit Gewinde versehen. Frisches Antifouling zeigt nicht, welche Fuge man sieht.
Bei MarsKeel schreibt William Sauter über Serienboote: zwei gewöhnliche Werkstoffe, gegossenes Blei und gegossenes Eisen. Bolzen eines Bleikiels, so seine Darstellung, sind meist in den Guss eingegossen. Beim Eisenkiel werden sie danach gebohrt und mit Gewinde versehen. Der Bolzenwerkstoff ist häufiger Edelstahl 304 oder 316. Bronze, Monel und festere Sorten kommen vor. Eine geschweißte Flosse aus Edelstahl, aus weichem oder gehärtetem Stahl, und einen gefrästen Bulb hat er aus dem Artikel herausgenommen. Das ist nicht das Eisen, dessen Gewinde im Guss sitzt.
Was es ist
Ein Eisenkiel ist Eisenballast für Gewicht und manchmal für seitlichen Widerstand. Frisches Antifouling beweist die Bolzen nicht. Eine Restdicke aus dem Foto geben diese Seiten nicht.
Wasser an der Fuge, dann Frost. Sauter hat gesehen, wie die Oberfläche am Blei aufquillt: Eis drückt von innen. Am Eisen hat er dieses Quellen nicht gesehen. Dort sind es ein Riss und eine Rostbahn. Ein spätes Zeichen ist gleich: der Bolzen dreht sich, wenn man an ihm zieht. Sail Magazine schreibt, Blei sei zu weich für ein Gewinde, deshalb gießt man J-Bolzen ein, und herausziehen kann man sie nicht. Im Eisen vergrößert das Paar Edelstahl und weniger edles Eisen mit der Zeit das Gewindeloch. Die Beschichtung am Bolzen wird abgeschabt, wenn man ihn eindreht. Die schlechteste Stelle bei beiden, so die Zeitschrift, liegt direkt über dem Kiel, innen in der Stufe, wo der Bolzen nicht zu sehen ist. Leichter Oberflächenrost kommt vor; tiefe Narben und weicher Spachtel sind das, was man ansieht. Epoxid auf einer heilen Fläche bremst es; Risse halten die Feuchte trotzdem.
Offener Spachtel verhält sich bei Sauter nicht gleich. Blei nennt er relativ beständig. Kommt Wasser hinzu, rostet Eisen schnell, und der Spachtel hebt sich weiter. Seine Reparatur am Eisen: Rost durch Schleifen oder Strahlen abnehmen, dann Ätzgrund, dann Barriere und Spachtel. Bleistaub und altes Antifouling sind giftig. Er sagt klar, einen Fachmann zu fragen und den Bolzen nicht selbst zu reparieren. Ein neues Loch durch das Laminat ins Blei, ohne den Kiel abzunehmen, lässt er nur, um eine Werft zu erreichen. Bei einer Grundberührung werden beide Werkstoffe beschädigt; es ändert sich der Reparaturweg, nicht ein Satz «Eisen ist für immer schlechter».
Auf vielen Holzbooten, schreibt er außerdem, waren die Bleibolzen gerade nicht eingegossen: der Erbauer bohrte sie, als der Kiel schon unter dem Rumpf stand. Frische Farbe schließt diese Gabeln nicht. Daneben auf der Seite: Bleikiel, Kieltypen, Kielbolzen und Checkliste vor dem Gutachten sind andere Seiten, nicht diese Dicke.