Yacht-Lexikon
Ruderschaft
Ein schweres Ruder gibt keine Millimeter Spiel im Ruderschaft. Spaltkorrosion unter der Packung ist ein anderer Befund als das Wackeln am Steg.
Was es ist
Ein Ruderschaft ist die senkrechte Welle, die die Steuerung mit dem Blatt verbindet, auf Lagern und mit einer Dichtung am Austritt aus Rumpf oder Skeg. Der Schaft ist die Welle; das Blatt ist das Profil. Übermäßiges Spiel, Riefen und Undichtigkeiten an den Dichtungen sind Punkte des Gutachtens. Ein schweres Ruder beweist keinen heilen Schaft. Allgemeine Millimeter Spiel druckt man vom Steg nicht.
Steve D'Antonio schreibt in Cruising World: der fast unsichtbare Teil des Schafts ist dort, wo die Welle durch das Log geht und wo die nasse Packung der Stopfbuchse auf dem Edelstahl liegt. Liegt das Boot lange, verbraucht sich der Sauerstoff im Wasser des Rohrs, und Spaltkorrosion sitzt fast immer direkt unter der Packung oder unter dem Lager. Die Fuge von Edelstahl und GFK-Blatt geht früh auf; Wasser im Spalt ist wieder ohne Sauerstoff. Ist die Armierung im Blatt Baustahl, ist das gewöhnlicher Rost. Rostbahnen auf einem heilen Blatt sind ein Grund, weiterzusehen, keine Medaille «Edelstahl rostet nicht». Edelstahl in Spalten und an Schweißnähten versagt trotzdem.
In Professional BoatBuilder schreibt er dasselbe: ein Edelstahlschaft neigt zu Spaltkorrosion in sauerstoffarmem Wasser im Verbundblatt und unter Flachspackung. Zum Schweißen nimmt man kohlenstoffarmes 316L oder festere Wellenlegierungen. Ein Netz aus Baustahl auf einem Edelstahlschaft ist ein bekanntes Rezept für den Ausfall, sobald Wasser die Nähte erreicht. Lager aus Nylon oder Delrin können quellen und klemmen; UHMWPE nimmt Wasser so nicht auf. Eine Ruderdichtung, anders als die der Propellerwelle, hält man oft fast trocken: die Welle dreht langsam, die Packung hat nichts zu erwärmen.
Pacific Yachting zum Serienblatt: zwei Schalenhälften, Schaft und Stege, Schaum innen. Wasser frisst die Schweißnähte der Stege. Das Zeichen: man dreht Rad oder Pinne, der Schaft geht, das Blatt hinkt oder folgt nicht. Spaltnarben am Eintritt der Welle in Dichtung oder Lager: in ihrem Text ist mehr als eine örtliche leichte Narbe tiefer als etwa 1/16 Zoll (etwa 1 mm) etwas für Gutachter oder Werft; das Ruder etwa alle fünf Jahre abzusenken und anzusehen ist ihre Gewohnheit, kein Gesetz. Auf dem Slip: das untere Blattende nehmen und seitlich bewegen. Es soll steif sein, ohne merkliches Spiel in den Lagern. Ein Teil des Spiels sieht man im Wasser; Lager und Unterkante oft nur auf dem Harten. Ein Wackeln am Steg gibt dieses Millimeter nicht.
Ocean Marine Surveyors trennen Blatt, Schaft, Lager und die Verbindung zum Rad. Sie klopfen das Blatt ab; das untere Ende nehmen sie in die Hände, vor und zurück und seitlich. Ein gebogener Schaft ist oft die Spur einer Grundberührung. ISO 12215-8 für kleine Fahrzeuge bis 24 m Rumpflänge setzt die Bemessung der Ruder und den geforderten Durchmesser eines massiven Metallschafts und spricht vom Spiel zwischen Schaft und Lager. Das ist eine Konstruktionsrechnung, keine Tabelle «so viele Millimeter für jede Yacht am Steg». Spiele von klassifizierten Schiffen und von IACS trägt man hier nicht in einer Zeile herüber. Ein schweres Ruder beweist keinen heilen Schaft. Allgemeine Millimeter Spiel druckt man nicht. Daneben auf der Seite: Ruderlager, Skeg, Slip-Gutachten und Checkliste vor dem Gutachten sind andere Seiten, nicht dieses Millimeter.