Westerly
Westerly Storm 33
Die Westerly Storm 33 ist einer der bekanntesten britischen Performance-Kreuzer aus den späten 1980ern. Ed Dubois für Westerly Marine; gebaut 1986-1993, etwa 141 Rümpfe. Mit 10,1 m Länge und 3,23 m Breite ist sie für Paare und kleine Familien interessant, die Ostsee, Skagerrak und Nordsee aktiv segeln. Der Entwurf kombiniert sportlichen Rumpf mit robustem Innenausbau aus Holz statt vollständigem Formliner. In der Cruiser-Variante ab 1989 sind oft kürzere Rigs und Zweikiele zu sehen; beim Kauf ist die tatsächliche Konfiguration wichtiger als Prospekttexte. Nordische Käufer sollten Angebote gegen dokumentiertes Rigging, Bilgekiel-Spachtelung und Ruderlagerzustand rechnen. Reine Optik ersetzt keine Strukturwartung. In schwedischen Marinas liegt die realistische Jahresbasis bei 70 000-180 000 SEK. FairHelm verfolgt Storm-33-Inserate fortlaufend, weil die Boote auf Blocket, Scanboat und deutschen Portalen regelmäßig drehen. Der Unterschied im Marktwert kommt meist aus der Wartungshistorie, nicht aus Politur oder neuer Elektronik. Im nordischen Einsatz funktioniert die Storm 33 als schneller Küstenkreuzer mit Option auf längere Schläge, wenn Technikreserve, Heizung und Ankergeschirr stimmen. Vergleichen Sie benachbarte Modelle in den FairHelm [Modellführern](/de/yachts/models/) vor dem Kaufentscheid. Niedrige Einstiegspreise sind oft nur der Anfang. Ohne Rechnungen für Rigg, Ruderlager und Kettenplatten wird ein günstiger Kauf schnell zum teuren Projekt in den ersten Saisons. Scorecard für die Shortlist: Bilgekiel-Fairing und Grundberührungshistorie, Ruderlager-Spiel, Bullaugen- und Kettenplattenabdichtung, Rigg-Alter sowie klare Zuordnung Storm oder Storm Cruiser.
Auf einen Blick
Kurzdaten
- Produktion
- 1980–1989
- Länge (LOA)
- 10.1 m
- Breite
- 3.23 m
- Modell
- Westerly Storm 33
Technical data
- Length overall (LOA)
- 10.1 m
- Beam
- 3.23 m
- Production years
- 1980–1989
Typical problems
F: Welche Probleme bei Bilgekiel-Spachtelung treten bei der Westerly Storm 33 auf? A: Verschleiß und Fairing-Risse nach Grundberührungen sind bei UK-Importen häufig; vor Preisfestlegung professionell prüfen. F: Welche Ruderlager-Spielprobleme sind typisch? A: Im Achtercockpit konzentrieren sich Lasten auf den Ruderschaft; deutliches Spiel bedeutet oft Nacharbeit vor Offshore-Saison. F: Welche Bullaugen-Dichtungsprobleme sieht man oft? A: Beim Holzausbau zeigen undichte Bullaugen schnell Wasserflecken; alle Einheiten vor Kauf druck- und dichtungsseitig prüfen. F: Welche Verwechslungen bei Storm-Cruiser-Rigs kommen vor? A: Cruiser-Versionen ab 1989 haben kürzere Rigs; Segelinventar muss zu den Leistungsangaben passen. F: Welche Kettenplatten-Lecks treten häufig auf? A: Undichte Kettenplatten zeigen oft Deckenflecken; Nachabdichtung liegt meist bei 6 000-20 000 kr pro Zone.
Design History
Westerly positionierte die Storm 33 ab 1986 als sportlichere Dubois-Linie mit alltagstauglichem Innenraum. Das Modell traf Eigner, die Segelleistung wollten, ohne auf klassische britische VerarbeitungsQualität zu verzichten.
Die Produktion lief bis 1993 mit rund 141 Einheiten laut Club- und Registerquellen. Ab 1989 kam die Storm-Cruiser-Ausführung mit kürzerem Rigg und mehr Komfortausstattung.
In der Praxis des Gebrauchtmarkts wiegen dokumentierte Arbeiten an Rigg, Ruderanlage und Deck-Durchführungen deutlich mehr als das Baujahr. Das gilt besonders für Importboote mit mehreren Eignerzyklen.
Annual Ownership Costs
| Kostenposten | Niedrig (SEK) | Hoch (SEK) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Liegeplatz | 22 000 | 48 000 | 10,1-m-Klasse, Stockholm/Göteborg |
| Versicherung | 8 000 | 22 000 | Wert und Fahrgebiet |
| Kranung + Winter | 12 000 | 28 000 | Regionale Werftpakete |
| Antifouling + Rumpfpflege | 6 000 | 16 000 | Material und Arbeit |
| Motor / Antrieb | 5 000 | 16 000 | Serviceintervalle und Saildrive |
| Rigging-Reserve | 7 000 | 20 000 | Alter stehendes Tauwerk |
| Deck / Struktur-Reserve | 6 000 | 22 000 | Bullaugen, Kettenplatten, Feuchte |
| Summe pro Jahr | 70 000 | 180 000 | Ohne große Refit-Jahre |
Die Jahreskosten der Storm 33 sind gut kalkulierbar, wenn Serviceunterlagen vollständig sind. Fixkosten in Schweden werden von Liegeplatz, Winterlager und Versicherung bestimmt. Die größten Unsicherheiten liegen bei Riggzyklen, Ruderlagerarbeiten und Deckabdichtung nach Besichtigung.
Pre-Purchase Survey Checklist
Besichtigungs-Checkliste vor dem Kauf: Westerly Storm 33
Rumpf, Kiel und Unterwasserschiff
- Unterwasserschiff feuchtemessen; Osmose- oder Barrierelack-Historie bei GRP dieser Baujahre dokumentieren.
- Kiel-Rumpf-Fuge, Bilgekiel-Spachtelung und innere Struktur auf Bewegung oder wiederkehrende Risse kontrollieren.
- Ruderlager und Steuerung unter Last bei Probefahrt prüfen.
Deck und Beschläge
- Abdichtung an Stützen, Schienen und Winschen prüfen; bei Innenflecken Zugang öffnen.
- Bullaugen und Luken auf Dichtungskompression testen; Massivholz-Ausbau zeigt Leckagen früh.
- Kettenplatten innen auf Rostspuren oder weiches Laminat checken.
Rigg und Segelhandling
- Alter des stehenden Tauwerks mit Rechnungen belegen; bei Storm-Cruiser kurze Rigg-Konfiguration gegen Segelbestand prüfen.
- Mastfuß, Salingen und Terminals auf Korrosion oder Ermüdungsmerkmale untersuchen.
- Roll- und Reffsysteme unter realistischer Last testen.
Maschine und Systeme
- Motor- und Saildrive-Service inkl. Kühlkreis, Abgaskrümmer und Lager dokumentieren.
- Batterien, Ladung und Eigner-Elektrik auf sichere Absicherung prüfen.
- Tanks, Bilgen und Schläuche auf altersbedingte Leckagen kontrollieren.