Hallberg-Rassy
HR 352
Last reviewed: · Vadim Nareyko
Die HR 352 zählt zu den bekanntesten Serienyachten Nordeuropas. Olle Enderlein zeichnete die Linien; die Produktion lief von 1977 bis 1989, über 800 Rumpfe verließen die Werft — Enderlein-HR zwischen Monsun 31 und der Frers-Ära 34. Mit 10,7 m Länge, 3,35 m Breite und etwa 5 800 kg Verdrängung eignet sich das Modell für Paare und kleine Familien auf Ostsee, Skagerrak und Nordsee. Die HR 352 trägt eingekapselten Eisenballast, Teak-Cockpit-Bordwände und die solide GRP-Laminierung, die Hallberg-Rassy-Käufer vor der Frers-Kollaboration erwarten. Über 800 Rumpfe halten Blocket- und Scanboat-Vergleiche aktiv — besonders für Crews, die von Monsun 31 aufsteigen oder frühe Najad- und Omega-Rumpfe ähnlicher Länge vergleichen. Stockholm- und Oslo-Anzeigen erzielen Aufschläge, wenn Kettenplatten-Nachabdichtung, Dieselservice und Winterlager-Rechnungen vollständig sind. Als „schlüsselfertig“ vermarktete Boote ohne Rigging-Dokumentation werden nach der Besichtigung oft neu bepreist. Rechnen Sie mit 74 000–185 000 SEK jährlich für Liegeplatz, Versicherung, Kranung und Routine. Halten Sie Technikreserve für Stützen-Nachabdichtung und stehendes Tauwerk auf HR-Decks der 1980er. FairHelm verfolgt HR 352-Anzeigen, weil diese Rumpfe ständig auf Blocket, Scanboat und deutschen Maklerportalen handeln. Käufer entscheiden selten zwischen „gut“ und „schlecht“, sondern zwischen dokumentierter Wartung und aufgeschobener Arbeit. Frische Teak-Cockpit-Bordwände oder ein neuer Plotter ersetzen keine unbekannte Rigging-Alter, Kielbolzenkorrosion oder Feuchtigkeit an Kettenplatten. Deshalb zählt Besichtigungsdisziplin mehr als Markenromantik. Als Eignerboot in Norden eignet sich die HR 352 für Küstentörns mit gelegentlichen längeren Passagen bei zuverlässiger Heizung, solider Ankerausrüstung und realistischer Technikreserve neben Liegeplatz und Versicherung. Vergleichen Sie Nachbarmodelle in den FairHelm [Modellführern](/de/yachts/models/) und lesen Sie Besichtigungsnotizen, bevor Sie eine Anzahlung leisten. Der niedrigste Blocket-Preis ist selten der günstigste Drei-Jahres-Besitz. Wenn Sie eine HR 352 auf die Shortlist setzen: einfache Besichtigungs-Matrix — Rumpffeuchtigkeit, Rigging-Alter, Antriebsservice, Kettenplatten. Foren und Werftangebote aus Stockholm, Göteborg und Helsingør helfen, Kosmetik von strukturellem Aufschub zu trennen — besonders bei Booten als „segelfertig“ ohne Rechnungen.
Auf einen Blick
Kurzdaten
- Produktion
- 1977–1989
- Länge (LOA)
- 10.7 m
- Breite
- 3.42 m
- Modell
- HR 352
Wichtigste Punkte
- Best for: premium Frers HR cruising with modern layout
- Common issue: deck hardware bedding and mixed rigging history
- Typical price: mid-premium Baltic listings — condition drives spread
Expertenurteil
FairHelm rating: 8.3/10 — Premium Frers HR cruiser; survey deck hardware and systems on 1990s builds.
Vadim Nareyko, FairHelm Editorial · Last reviewed: 2026-06-12
Technical data
- Length overall (LOA)
- 10.7 m
- Beam
- 3.42 m
- Production years
- 1977–1989
Typical problems
F: Welche Decksbeschlag-Abdichtung ist typisch? A: Abdichtungsfehler an Stützen und Schienen sind häufigster Befund — 600–2 000 € pro Zone bei lokaler Feuchtigkeit. F: Wie oft sollte stehendes Tauwerk gewechselt werden? A: Planen Sie 10–12 Jahre oder sofort bei Rissen an Endstücken; volles Rigging ~2 500–6 000 € in Skandinavien. F: Sind Antriebsdichtungen ein Risiko? A: Segeldrive- oder Wellendichtungen brauchen Intervallservice; vernachlässigt verursachen Bilgenwasser und Korrosion — 400–1 200 € plus Kranung. F: Zeigt das Modell Osmoserisiko? A: Feuchtigkeit über 15 % (Tramex) am trockenen Rumpf rechtfertigt Untersuchung; lokale Behandlung oft 3 000–8 000 €. F: Welche Motor-Service-Lücken tauchen in Besichtigungen auf? A: Unvollständige Kühlwartung und alte Abgasbögen sind häufig — Rechnungen und Ölanalyse vor Angebot.
Design History
HR 352 entstand, als skandinavische und Nordsee-Werfte zuverlässige GRP-Kreuzplattformen für Eigner-Crews skalierten — nicht für Charterflotten. Olle Enderlein formte Rumpflinien und Innenraum für vorhersehbares Verhalten in Ostsee-Dünung und Nordsee-Swell. Die Produktion lief 1977–1989; Register und Eigner-Clubs nennen über 800 fertiggestellte Rumpfe.
Hallberg-Rassy baute die 352, während die Werft Enderlein-Formen Richtung späterer Frers-Ära skalierte. Gepflegte Exemplare erzielen Premium-Preise gegenüber Massenmarkt-10,7-m-Zeitgenossen.
Laufende Änderungen betrafen vor allem Innenausstattung, Motoroptionen und Decksbeschlag, nicht das Grundskrov. Zustand, Winterlagerung und Rigging-Rechnungen wiegen schwerer als das Modelljahr in der Anzeige. Wer eine HR 352 auf Blocket prüft, sollte die Wartungsgeschichte als Teil der Spezifikation behandeln — nicht als Fußnote nach dem Preis.
Annual Ownership Costs
| Kostenposten | Niedrig (SEK) | Hoch (SEK) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Liegeplatz | 22 000 | 48 000 | 10,7-m-Klasse, Stockholm/Göteborg |
| Versicherung | 10 000 | 24 000 | Wert und Fahrgebiet |
| Kranung + Winter | 14 000 | 30 000 | Werftpaket je nach Region |
| Antifouling + Rumpfpflege | 7 000 | 18 000 | Material und Arbeit |
| Motor / Antrieb | 6 000 | 18 000 | Segeldrive und Kühlkreisläufe |
| Rigging-Reserve | 8 000 | 22 000 | Alter des stehenden Tauwerks |
| Deck / Struktur-Reserve | 7 000 | 25 000 | Abdichtung, Feuchtigkeitsnachsorge |
| Summe pro Jahr | 74 000 | 185 000 | Ohne große Refit-Jahre |
Die jährlichen Kosten der HR 352 sind planbar, wenn Serviceunterlagen vollständig sind. Liegeplatz, Lagerung und Versicherung dominieren die Fixkosten in Schweden. Die größten Variablen sind Rigging-Wechsel und deck- oder antriebsbezogene Arbeiten nach der Besichtigung. Halten Sie eine separate Technikreserve — besonders bei Blocket-Booten, die als „segelfertig“ ohne Rechnungen angeboten werden.
Pre-Purchase Survey Checklist
Besichtigungs-Checkliste vor dem Kauf: HR 352
Rumpf, Kiel und Unterwasserbereich
- Feuchtigkeit im Unterwasserrumpf kartieren; Osmose- oder Barrierelack-Historie dokumentieren.
- Kiel-Rumpf-Fuge, Kielbolzen (bei externem Eisenkiel) und Verstärkung auf Bewegung oder wiederkehrende Spachtelrisse prüfen.
- Ruderlager und Steuerung unter Last bei der Probefahrt testen.
Deck und Beschlag
- Abdichtung an Stützen, Schienen und Winschen prüfen; bei Feuchtflecken innen Zugang öffnen.
- Luken und Bullaugen auf Dichtungskompression und Kernfeuchtigkeit in den Ecken kontrollieren.
- Kettenplatten innen auf Rostflecken oder weiches Laminat begutachten.
Rigg und Segelsysteme
- Alter des stehenden Tauwerks anhand von Rechnungen bestätigen; unbekanntes Alter als baldigen Tausch einplanen.
- Mastfuß, Spreize und Endstücke auf Korrosion oder Ermüdungsspuren prüfen.
- Roll- und Reffsysteme unter realistischer Last bedienen.
Maschine und Systeme
- Motor- und Segeldrive-Service inkl. Kühlung, Abgasbogen und Lager prüfen.
- Batterien, Ladung und nachträgliche Elektrik auf sichere Sicherungen auditieren.
- Tanks, Bilgen und Schläuche auf altersbedingte Undichtigkeiten kontrollieren.